Werden Blogs von den „alten“ Medien unterschätzt?

[Das heutige Thema stammt von Edward Black (@Twitter), Danke dafür. Ich hofffe, dass ich die Intention des Vorschlags korrekt zusammengefasst habe.] Auch ohne lange Recherche kann man eines mit Sicherheit sagen: in den vergangenen 10 Jahren sind mehr Blogs an den Start gegangen als neue Zeitungen oder Magazine. Nun ist das Betriebskonzept in beiden Fällen sicherlich gänzlich verschieden. Zumindest am Anfang. Aber eines leisten doch beide: sie publizieren für die Öffentlichkeit. Im Laufe der Zeit trennt sich in der Blogosphäre die Spreu vom Weizen: einige können sehr viele Stammleser gewinnen, andere führen eher ein Tagebuch. Aber: in den meisten Fällen sind Blogs Einzelveranstaltungen, während Zeitungen oder Magazine in aller Regel von einem Team realisiert werden. Der Betriebswirtschaftliche Druck der „alten“ Medien ist sicherlich größer. Aber ist das ein Grund, um ein Kluft aufzubauen?

Die Frage ist nun: werden die Blogs von den alten Medien unterschätzt? Sind Blogs auf Dauer dazu verdammt, in der vierten oder fünften Liga zu spielen? Oder entwickelt sich aus dem vernetzen von Blogs eine ernstzunehmende Konkurrenz für die klassischen Medien? Sollten die „alten“ Medien sich öffnen und öfter mit ausgewählten Bloggern kooperieren? Werden die alten Medien von Google bevorzugt? Oder wandelt sich das? Sollte Google die „Blogs-Onebox“ wieder in die Suchergebnisse aufnehmen? Überhaupt: nüchtern betrachtet, ist der klassische Journalismus wertvoller als die Masse an Privatmeinungen? Oder wo entstehen spannende Grenzposten und Mischformen?

Ein komplexes, sehr spannendes Thema. Wie immer gilt: alle sind herzlich eingeladen, sich am Webmasterfriday zu beteiligen. Dafür einfach einen Blogartikel zum Thema schrieben und darin die folgende URL verlinken (pingback):

http://www.webmasterfriday.de/blog/werden-blogs-von-den-alten-medien-unterschaetzt

Alle Teilnehmer sind dann in der kommenden Woche gemeinsam auf der Startseite des Webmasterfriday gelistet und wandern dann ins Archiv, wenn das nächste Thema kommt.

11 Beiträge

  • […] Woche soll es beiWebmasterfriday darum gehen, wie Blogs im Verhältniss zu den “alten Medien” wie beispielsweise […]

  • […] Medien nicht ernstnähmen. Aber ist dem so? Das ist die Frage, die sich beim aktuellen Webmasterfriday […]

  • […] komplexe Thema greift der heutige Webmasterfriday auf, an dem sich jeder beteiligen […]

  • […] Werden Blogs von den “alten” Medien unterschätzt? […]

  • […] Thema, mit dem wir unsere Teilnahme am Webmaster Friday beginnen wollen, wurde zu alledem auch noch von mir vorgeschlagen, was mich besonders freut. Darauf […]

  • […] geprägten Medien wahrgenommen und ernst genommen? Thema des heutigen Webmasterfriday ist: Werden Blogs von den “alten” Medien unterschätzt? Wenn man sich die Berichterstattung in den “klassischen” Medien mal genauer anschaut […]

  • […] Das aktuelle Thema des Webmasterfriday ist sehr tiefgreifend und kann philosophisch stundenlang ausdiskutiert werden. Kurz gesagt wird die Frage gestellt, “Was ist besser, Zeitungen oder Blogs?” […]

  • „Werden Blogs von den “alten” Medien unterschätzt?”

    Ein „altes“ Medium – das bin ich!

    Auf der Seite Webmasterfriday las ich heute den Aufruf zur Diskussion um o.g. Thema, worauf ich mich zuvorderst erstmal entrüstete, denn ein „altes“ Medium, das seinen Lebenszenith gerade überschreitet, bin wahrhaft ich selber!
    Nähme ich die Frage nun a priori persönlich, so könnte ich auf die Idee kommen, mich angesprochen zu fühlen und mittels des breiten Manipulationsfeld der gesteuerten sprachlichen “Konversion”und könnte eine evaluierend normierende Funktion unterstellen…

    Diesem normativen Entscheidungshelferchen würde ich sodann – in aufklärerischer Wut – verkünden: „Le medial – c´est moi!“, um die folgende Aufklärung in die diesen Sommer so rar gesäte, sonnige Worte mit göttlicher Anmut zu schubsen: Ein altes Medium – das bin ich!

    Nun las ich die Diskussionsgrundlagen sowie deren Kommentare wohlweislich mehrfach, konnte aber dennoch umhin, zuzugeben, dass ich als „altes Medium“, das einst bei den Aachener Nachrichten keineswegs als elektrischer Reporter, sondern vielmehr als rasender einsatzweise zu Diensten war, wirklich über mediale, jedoch ungenutze, Kräfte verfüge.

    Ob ich persönlich als „altes Medium“ Blogs unterschätze?

    Ich glaube nicht – im Gegenteil knie ich allmorgendlich vor meinem Quadro-Schnick-Schnack-PC hernieder, um ihn, mit tiefster Untergebenheit befangen, seiner SERPs-produzierenden und API-integrierenden Allmacht voller „Äh…furcht“ zu huldigen und seine wohlwollende Weisheit gar zu lobpreisen, damit seine Taten digitalisiert in den Annalen der TOCs (Table of Content) in Blattgold entitär wie auch viral eingehen dürfen.

    Wobei ich mich ob des Wissens um die Herstellung von Blattgold eher besorgt fragen sollte, ob hier nicht ein Blattschuss als angemessen gelten darf, bedenket man der Hoffnung auf die Wiederauferstehung und Vereinung mit seinem Vorgänger, einem Turbo-XT mit 10 Mhz Prozessorgeschwindigkeit und einem Floppy-Laufwerk im digitalen Datenhimmel.

    Denn heute in High-Tech-Zeiten mit einem derartigen Low-Tech-Computer ausgestattet zu sein – da hülfe nur noch ein perfekt gehexter Blattschuss, der dem jämmerlichen Leid gar ein Ende bereitete.

    Mangelnde Ehrfurcht?

    Mag vielleicht die mangelnde Ehrfurcht ursächlich für meinen Frevel stehen, Blogs – insbesondere dem meinigen – zu wenig Achtung zukommen zu lassen, so gelobe ich alsdann voller Inbrunst ein Unterlassen der Missachtung, die mir nun, nach Studie der illuminierenden, blaSEOphemischen Seite ein selig Fristen in redirect301 in myworld bescherte – ein Tag, an dem sich der Dunst der synapsenfrassigen Cerebralingredenzien in einer erleuchteten Anhöhe wiederfindet. ;-=)

    Nichtsdestotrotz prognostiziere ich (als „altes“ Medium) den „alten Medien“ mit ihrer web-ignorierenden Attitüde den baldigen Untergang durch Siechtum, dem der Tod folgt – und die „Nachkommenschaft“ braucht kein Papier mehr – schließlich ist bereits das I-Phone-X in Arbeit, das nur noch als implantierbarer Chip mit Visualisierungsaugmentation verfügbar sein soll.
    Das würde dem Internet und Social Media einen neuen Hype verschaffen – aber wer will was mit einem erhobenen Daumen auf´s Auge gedrückt bekommen?

  • Julian sagt:

    Für viele Medien aber auch User sind Blogs immer noch eine Art Tagebuch, die nicht sehr viel Aufmerksamkeit erhalten. Die Realität ist jedoch eine Andere.

  • […] Journalismus’ schreiben. In dieser Woche befasst sich der Webmaster-Friday mit der Frage, ob Blogs von den “alten” Medien unterschätzt werden, oder […]

  • […] schlummerte schon länger als Entwurf vor sich hin, jetzt ist er fertig. Das Thema stammt vom Webmasterfriday. Auch ohne lange Recherche kann man eines mit Sicherheit sagen: in den vergangenen 10 Jahren sind […]

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